Extrakorporale Stoßwellen-Therapie in Bad Pyrmont


Die fokussierte Stoßwellentherapie (FSWT), ein Verfahren der extrakorporalen Stoßwellentherapie (Synonym: ESWT), ist ein medizintechnisches Verfahren zur Zertrümmerung und Entfernung von Kalkkonkrementen sowie zur Schmerztherapie. Das physikalische Verfahren, das seinen Ursprung in der Behandlung von Nieren- und Gallensteinleiden hat, dient heute besonders auch der Behandlung von orthopädischen Erkrankungen wie z. B. Weichteil-, Gelenk- und Knochenbeschwerden im Rahmen chronischer Reizzustände mit entsprechend anhaltenden Schmerzen

Die hochenergetische fokussierte Stoßwelle erreicht hohe Energiedichten in der gewünschten Tiefe des Körpers und beeinflusst die Körperoberfläche wenig. Die Eindringtiefe kann dabei den Erfordernissen genau angepasst werden. Durch den extrem schnellen Anstieg der Druckamplitude kommt es bei der fokussierten Stoßwelle zu molekularen Veränderungen an der Zelle. So ändert sich z.B. die Durchlässigkeit der Zellmembran für verschiedene Substanzen, wodurch Entzündungen gehemmt werden und Heilungsprozesse unterstützt oder erst in Gang gesetzt werden.

Zudem werden durch den Impuls an der betroffenen Stelle Nervenfasern stimuliert, die den Schmerz verringern, und körpereigene entzündungshemmende Stoffe ausgeschüttet. Die fokussierte Stoßwelle kann dadurch eine Aktivierung und Verbesserung der zellulären Abwehr bewirken.

Die Extrakorporale Stoßwellen-Therapie in Bad Pyrmont ist eine schulmedizinisch anerkannte Behandlungsmethode für bestimmte Indikationen.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Achillodynie (Schmerzsyndrom der Achillessehne)/Ansatztendinopathie der Achillessehne
  • Dorsaler Fersensporn/Kalkaneussporn – knöcherne, dornartige Ausziehung an der Ferse infolge einer Überbeanspruchung der Sehnen
  • Epicondylopathia humeri radialis/ulnaris – Schmerzen bei Tennis- oder Golferellenbogen
  • Fasciitis plantaris (Fasciitis plantaris; Plantarfasciitis; Plantarfasziitis) – plantarer Fersensporn/ unterer Fersensporn; geht gelegentlich mit einer Entzündung der Plantarsehne an der Fußsohle einher (Plantarsehnenentzündung bzw. Plantarfasziitis) [6]
  • Haglundexostose – Formvariante des Fersenbeins mit Verkalkung des Achillessehnenansatzes
  • Pseudarthrose – verzögerte Knochenheilung nach einer Knochenfraktur mit Bildung eines Falschgelenkes (Konsolidierungsraten bis zu 70 %)
  • Supraspinatussehnensyndrom – meist entzündliche, degenerative Veränderungen im Bereich der Schulter, die zu Schmerzen führen
  • Tendinosis calcarea der Rotatorenmanschette (Kalkschulter) – Verkalkungen an den Sehnen der Muskulatur, die sich am Schultergelenk befindet
  • Tendinopathia patellae – Schmerzhafte Entzündung des Sehnenapparates im Bereich der Kniescheibe
  • Tendinitis trochanterica – Sehnenreizung, oft mit begleitender Schleimbeutelentzündung im Bereich des Hüftgelenkes

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

  • Oberflächliche entzündliche Hautveränderungen – Bei bakteriellen oder mykotischen (Pilzbefall) oberflächlichen Entzündungen sollte die Anwendung der Stoßwellentherapie zunächst ausgesetzt werden, bis eine Heilung der Entzündung eingetreten ist.
  • Tiefe entzündliche Hautveränderungen – Bei tiefen entzündlichen Prozessen wie bei einer bakteriellen Phlegmone sollte in dem umliegenden Areal keine Stoßwellenbehandlung erfolgen. Eine sofortige (antibiotische und gegebenenfalls chirurgische) Therapie ist anzustreben.
  • Maligne Tumoren – Beim Vorliegen von malignen (bösartigen) Tumoren des umliegenden Gewebes darf keine Stoßwellentherapie erfolgen.

Ist die Stoßwellentherapie schmerzhaft?

In aller Regel ist die Stoßwellentherapie ohne Anästhesie durchführbar. Nur in Ausnahmefällen ist eine örtliche Betäubung erforderlich.

Wie wird die fokussierte Stoßwellentherapie durchgeführt?

Vor Beginn der Behandlung erfolgt eine kurze manuelle Untersuchung und eine ggf. auch eine Ultraschalluntersuchung des erkrankten Areals. In der Regel sind 3 bis 5 Sitzungen erforderlich. Eine Sitzung dauert ca. 20 Minuten. Nach der Behandlung können Sie ohne Begleitung wieder nach Hause gehen, sind in der Regel problemlos arbeitsfähig und auch in der Lage ein KFZ zu führen.

Können Komplikationen auftreten?

Mögliche Nebenwirkungen der Stoßwellentherapie sind:

  • Geringfügige Hauthämorrhagien (Hautblutungen) sowie
  • Leichte oberflächliche Hautrötungen oder vorübergehende Hautreizungen

Ihr Nutzen

Die fokussierte Stoßwellentherapie ist eine erfolgreiche und bewährte Methode sowohl zur Zerstörung und Entfernung von Verkalkungen als auch zur Schmerztherapie. Die Patienten profitieren von dem schonenden Verfahren durch die Vermeidung von Operationen, durch den Schmerzabbau sowie durch eine deutliche Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit.

70 bis 80 Prozent der Patienten sprechen gut bis sehr gut auf die Stoßwellentherapie an. Diese Ergebnisse konnten durch Studien und Nachuntersuchungen wissenschaftlich bewiesen werden. Besonders bemerkenswert sind die Ergebnisse deshalb, weil die Stoßwellentherapie meistens dann zur Anwendung kommt, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind und nur noch die Operation neben der Stoßwellentherapie infrage kommt.

Kosten

Die Stoßwellentherapie zählt nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten für diese privatärztlichen Leistungen klären wir selbstverständlich vor der Behandlung mit Ihnen ab.

Sollten Sie sich für die Behandlung mit der Extrakorporale Stoßwellen-Therapie in Bad Pyrmont interessieren, sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne.